The Lyman Continuum Escape and ISM properties in Tololo 1247-232 – New Insights from HST and VLA

As of April 19, 2017 our paper entitled “The Lyman Continuum Escape and ISM properties in Tololo 1247-232 – New Insights from HST and VLA” is accepted for publication in Monthly Notices of the Royal Astronmical Society (MNRAS). In the paper, we report on our work based on data from the Hubble Space Telescope (HST) and the Karl G. Jansky Very Large Array (VLA). Using an advanced data reduction procedure for our COS (Cosmic Origins Spectrograph) spectra, we confirm weak LyC flux emerging from the central region of the galaxy, corresponding to an escape fraction of less than two percent, i.e. the lowest escape fraction reported for the galaxy so far. We further study far ultraviolet absorption lines of Si II and Si IV, as well as 21cm hydrogen radiation and bring them into context of physical processes that drive the LyC escape in the galaxy.

Endlich gutes Wetter: Supernova SN2014J

Endlich hat das Wetter mitgespielt, um die Supernova SN2014J von Stockholm aus mit dem AlbaNova Teleskop zu beobachten. Selbst knapp einen Monat nach ihrer Entdeckung, liegt die Helligkeit der Supernova im Visuellen (Johnson V) mit 11 mag immer noch bei etwa 75% der Gesamthelligkeit von M82 (10.7 mag in V), ihrer Heimatgalaxie.

Supernova SN2014J

Supernova SN2014J

AlbaNova 1m f/11 Teleskop

AlbaNova 1m f/11 Teleskop

Supernova 2014J

Seit über zwei Wochen warte ich auf besseres Wetter. Dieses Leid teile ich derzeit vermutlich mit vielen Astronomiebegeisterten, da im Moment ein seltenes und kosmologisch hochinteressantes Objekt – eine Supernova vom Typ Ia – selbst mit kleinen Amateurteleskopen gut zu beobachten ist. Die Supernova namens “SN2014J” wurde am 21. Jänner 2014 während eines Astronomiepraktikums am Londoner Observatorium von S. J. Fossey und seinen Studenten bei Beobachtungen von M82, einer unserer Nachbargalaxien, zufällig entdeckt.

Bei einer Supernovae vom Typ Ia handelt es sich um eine thermonukleare Explosion eines degenerierten Weißen Zwerges. Die dabei freigesetzte Energie von etwa 1044 Joule übersteigt dabei alles begriffliche Denken. Darüberhinaus sind diese Supernovae für die Anreicherung des interstellaren Mediums mit schweren Elementen verantwortlich und somit auch als wesentlicher Bestandteil allen Lebens zu verstehen.

Aus kosmologischer Sicht spielen diese Supernovae ebenfalls eine wichtige Rolle; gaben Beobachtungen von solchen Supernovae bei hohen Rotverschiebungen (im frühen Universum), erstmals den Hinweis auf die beschleunigte Expansion unseres Universums. Dies ist möglich, da theoretischen Überlegungen zufolge, ein strenger Zusammenhang zwischen der intrinsischen Maximialhelligkeit der Explosion sowie des darauffolgenden Helligkeitsabfalls besteht. So ist es möglich, aus Beobachtungen von Supernovae des Typs Ia, Entfernungen zu weit entfernten Galaxien zu bestimmen.

All diese Überlegungen, machen SN2014J derzeit zu einem spannenden Beobachtungsobjekt. Leider spielt das Stockholmer Wetter im Moment nicht mit. Allen, denen es ähnlich wie mir ergeht, kann ich die Seiten der “American Association of Variable Star Observers” (AAVSO) empfehlen. Dort finden sich aktuelle Messpunkte des Helligkeitsverlaufs von SN2014J. Das folgende Diagramm zeigt den aktuellen Helligkeitsverlauf in verschiedenen Filtern des Johnson UBVRI Systems, welches etwa dem Farbverlauf von Blau bis Rot entspricht.

All Sky Infrarot Survey

Im NASA/IPAC Infrared Science Archive stehen Infrarot-Bilder der gesamten nördlichen und südlichen Hemisphäre für alle ambitionierten Astrofotographen bereit. Der Download ist kostenlos und einfach. Durch Erzeugen von “Overlay-Bildern” lassen sich damit die eigenen Aufnahmen nicht nur aufpeppen, sondern erste Erkenntnisse über Sternentstehungsprozesse können damit bereits qualitativ veranschaulicht werden, denn Sternentstehung geht immer mit erhöhter Infrarot-Leuchtkraft einher! Weiters ist erkennbar, dass Sternentsehung ein “lokales” Phänomen ist, also Sterne in inhomogen verteilten “Klumpen”, den Molekülwolken entstehen.

M101 Galaxie

M101 – Overlay einer optischen Aufnahme im L-Filter mit einer Infrarotaufnahme des WISE Satelliten

Das hier gezeigte Beispiel von M101 ist ein Overlay aus einer etwa 30 Minuten lang belichteten Aufnahme im sehr breiten optischen “L-Band”, aufgenommen mit der ATIK383L+ S/W Kamera (Blau im Falschfarben-Komposit) und einer Infrarot Aufnahme des 22μm Filters des WISE Satelliten (Orange im Falschfarben-Komposit). Bemerkenswert ist, dass das Infrarotbild des Satelliten trotz 40cm Öffnung aufgrund der wesentlich größeren Wellenlänge über eine räumliche Auflösung von nur ca. 13 Bogensekunden verfügt, das mit meinem 10 Zöller (ca. 25cm) gewonnene Bild Seeing-begrenzt mit 3 Bogensekunden hier also deutlich besser abschneidet.

CALIFA Daten jetzt für die Öffentlichkeit zugänglich

CALIFA Survey

CALIFA, der “Calar Alto Legacy Integral Field Area Survey”, das ist eine Durchmusterung von hunderten Galaxien des lokalen Universums mit modernster Technik. Drei Jahre lang werden am spanischen Observatorium am Calar Alto Beobachtungen durchgeführt. Man bedient sich dabei der sogenannten Integralfeldspektroskopie – einer Methode, bei der durch Lichtwellenleiter bis zu 300 Spektren einer Galaxie gleichzeitig gewonnen werden. Dadurch können Detailstudien über Bewegungsabläufe sowohl des Gases als auch der Sternen in einer bisher unerreichten Auflösung durchgeführt werden. Viele Wissenschafter sind an diesem Großprojekt beteiligt, meine Wenigkeit miteingeschlossen. Ein besonderes Merkmal CALIFAs ist aber der “Legacy” Charakter der Studie, denn die gewonnenen Daten stehen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung. Junge Wissenschafter und Interessierte sind eingeladen, die Daten einzusehen, zu analysieren und Kenntnisse daraus zu gewinnen. Mit 1. November 2012 wurden nach sorgfältiger Qualitätskontrolle nun Datensätze zu den ersten 100 Galaxien veröffentllicht. Allen Interessierten stehen diese ab sofort auf der Webseite des Projekts zur Verfügung.